Gefangen im eigenem Selbst

Alles durcheinander

So das ist jetzt also mein erster Blog Eintrag. Da dies mein erster Blog ist, verzeiht mir bitte wenn der Anfang etwas holprig ist

So wo fange ich am Besten an? 

Vielleicht zum Einstieg eine kleine Zusammenfassung meines Jahres 2014 bisher.

Januar:

Im Januar war ich noch glücklich vergeben und wohnte mit meinem Freund zusammen in einer wunderschönen Wohnung. Wir sind im Februar 2013 (während einer Therapie) zusammen gekommen. Wir waren vor der Therapie bereits einmal zusammen gewesen. Ausbildung lief gut, mit Freunden verstand ich mich blendend. Alles in allem ein super Monat.

Februar:

Hier ging es langsam wieder Bergab. Im Vollrausch waren mein Partner und ich so dumm und probierten einen Dreier mit einer guten Freundin aus. Die Freundschaft zwischen ihr und mir wurde dadurch noch viel enger, während es der Beziehung einen mächtigen Knacks gab. Danach war einfach nichts mehr wie vorher, wir schwiegen uns nur noch an und niemand von uns beiden war in der Lage ein anständiges Gespräch miteinander zu führen.

März:

Der Monat der meine vorherige Therapie nahezu aufgehoben hat. Im März machte mein Freund schließlich Schluss mit mir und alles stürzte ein. Stress auf der Arbeit, da ich mich nicht mehr konzentrieren konnte, Probleme, wie ich das mit der Wohnung alleine machen sollte und und und. Ich fing wieder das schneiden an und hungerte auch wieder mehrere Tage einfach so. Ich ließ mir auch ein Tattoo stechen (was so ziemlich das einzige Positvie diesen Monat war). Ein kleiner Schmetterling am linken Hüftknochen.

April:

Ein Lichtschimmer bahnt sich zwischen den Wolken hindurch. Ein guter Bekannter bot mir an, mit in die Wohnung zu ziehen, so dass ich nicht zurück zu meinen Eltern muss. Ich finde einen neuen Freundeskreis, alles scheint sich zu bessern. Nur leider habe ich es mächtig mit Alkohol übertrieben, war fast durchgehend betrunken oder high, ich schlief mit ziemlich vielen Leuten, schnitt mich an Bauch, Beinen und Arm und baute auch so genügend Scheiße. Ich hatte eine absolut neue Phase der Zerstörung erreicht. 

Mai:

Der Bekannte war eingezogen, am 03. Mai feierten wir seinen Einzug mit einer großen Einweihungsfeier. Der Abend war sehr lustig, auch wenn viel zu viel Alkohol floss und sich die Nachbarn ein paar mal beschwerten wegen der Lautstärke. Ich hörte auf mich zu schneiden und aß wieder relativ normal. Seit der Trennung hatte ich 8 kg abgenommen (keine Angst ich habe mit meinen 53 kg auf 160 cm Größe immer noch genug auf den Rippen). Mir gefiel mein neuer Freundeskreis. Alle waren gut gelaunt und man konnte mit ihnen einfach feiern gehen. Eine Woche später kam ein erneuter Absturz: Mein neuer Mitbewohner zog wieder aus. Seine Begründung war, dass er sich nicht wohl fühle in der Wohnung. Nun saß ich wieder alleine da. Ich hatte einen Nervenzusammenbruch und schnitt mir die Pulsadern auf. Ich rief selbst den Krankenwagen und wurde genäht. Ich ließ mich erneut in die Psychatrie einweisen und blieb dort vier Tage. Jetzt geht es mir wieder etwas besser jedoch steht immernoch alles offen. Nichts ist so richtig geklärt und ich sitze allein in der Wohnung. Geschnitten habe ich mich seitdem nicht mehr und gegessen habe ich auch normal. Meine neuen Freunde sind auch eigentlich nur zum Feiern gehn da. Sie sagen ich kann mit ihnen reden wenn ich jemanden brauche, jedoch fällt es mir sehr schwer zu vertrauen. Ich hatte mir vorgenommen für vier Wochen keinen Alkohol zu mir zu nehmen. Nichts wars. Letztes Wochenende trank ich wieder. Der Abend war sehr lustig und hat mir gut getan, jedoch bin ich enttäuscht von mir, dass ich es nicht geschafft habe, mich an meinen Vorsatz zu halten.

Heute:

Heute geht es mir nicht so gut. um 12 Uhr muss ich auf die Arbeit und ich habe riesige Angst davor, da ich seit Wochen nicht mehr dort war (aus psychischen Gründen). Ich bin am überlegen, ob ich nicht kündige und wieder zur Schule gehe um mein Abitur noch zu machen. Naja ich werde euch heute Abend nochmal schreiben, wie mein Tag so verlaufen ist.

19.5.14 10:22, kommentieren